2014, Kleinere Laufveranstaltungen, Laufveranstaltungen
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Life Run Berlin 2014

Berlin – 06. September 2014 – www.life-run.de

Kategorie: Kleinere Laufveranstaltungen

Der Life Run ist ein Benefizlauf zu Gunsten der Berliner Aids Hilfe. Mit einer für Berliner Verhältnisse eher übersichtlichen Teilnehmerzahl ging die Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein auf der Tempelhofer Freiheit an den Start.

LifeRun Berlin 2014

Vom laufsterne.de-Team war ich heute alleine unterwegs und wählte aus den beiden angebotenen Distanzen zwei Runden, was 10 km Laufstrecke ergab.

Fazit zu dieser Veranstaltung:

Der Life Run ist eine liebevoll organisierte und motiviert ausgetragene Veranstaltung mit einer schnellen Strecke und ein schöner Kontrast zu größeren Läufen.

Diese tolle Veranstaltung und ihre gute Sache haben definitiv mehr Läuferinnen und Läufer verdient. Wer im nächten Jahr Zeit hat, sollte sich diesen Lauf vormerken.


 

Als Benefizlauf zählt der Life Run vielleicht nicht zu den preisgünstigsten Laufevents. Das mag viele Läuferinnen und Läufer abgeschreckt haben. Völlig zu Unrecht, denn man erlebt selten eine so liebevoll und motiviert ausgetragene Laufveranstaltung wie hier.

Das begann schon beim Abholen der Startunterlagen am Vorabend im Ulrichs, dem ehrenamtlichen Gastronomieangebot der Berliner Aids Hilfe, in der Nähe des Nollendorfplatzes. Dort wurden überaus freundlich und engagiert alle Details der bevorstehenden Veranstaltung erläutert und mit Blick auf eine Wandkarte sogar die Strecke und der Weg zum Startbereich erklärt. Im Ulrichs fand auch die im Startgeld enthaltene Pasta-Party statt.

Am nächsten Morgen wurde mit gut fünf Minuten Verspätung gestartet, weil man auf letzte Läuferinnen und Läufer warten wollte, die noch an der Startnummernausgabe standen bzw. – wie wohl ein extra eingeteilter „Spion“ mitteilte – noch von der S-Bahn-Station im Zulauf waren. Dieses Vorgehen beschreibt sehr plakativ den fürsorglichen Charakter dieser Veranstaltung. So wurde bereits im Vorfeld wiederholt angemerkt, unbedingt genügend zu trinken und daher hatten auch alle vier menschlichen Kilometerschilder Wasserflaschen für besonders durstige Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei.

LifeRun Berlin 2014

Nach dem Zieleinlauf gab ein kleines Rahmenprogramm mit einer Tombola.

Laufstrecke:

Die sehr flache, 5 Kilometer lange Runde führte vom Start in Höhe des Biergartens über den ehemaligen Taxiway und die südliche Runway. Sie war sehr breit und bestand durchgehend aus festem Untergrund.

LifeRun Berlin 2014

Trotz eines leichten Windes auf der Zielgeraden war sie gut für schnelle Zeiten. Mit zunehmender Sonneneinwirkung wurde es aber auch sehr schnell recht warm auf der Strecke.

Wie auch schon beim Airport Night Run, ist so ein Flughafenkurs nicht wirklich mit der Abwechslung eines Waldrennens zu vergleichen, allerdings ist auf dem Tempelhofer Feld immer viel los und daher gibt unterwegs auch einiges zu sehen. Darüber hinaus ist es beeindruckend, an dem mehr als 1200 Meter langen, monumentalen Flughafengebäude vorbei zu laufen.

LifeRun Berlin 2014

Es gab nur ganz zu Beginn einen kurzen Stau, weil alle über die vergleichsweise schmale Zeitnahmematte mussten, direkt hinter dem Starttor konnte man in seinem Lieblingstempo loslegen.

LifeRun Berlin 2014

Läuferinnen und Läufer sowie andere Besucher der Tempelhofer Freiheit kamen sich auf dem weitläufigen Gelände kaum in die Quere, nur einmal wäre mir fast ein Vierbeiner zwischen die Beine gelaufen.

Startgebühr versus Leistung:

Mit 20,- Euro war das Startgeld – insbesondere für das 5 Kilometer Rennen – schon recht weit oben angesiedelt. Auf seiner Internetseite warb der Veranstalter für Verständnis, dass man nach vier Jahren die Startgebühr um zwei Euro erhöhen musste, um die Kosten zu decken.

Man darf bei der Bewertung der Gebühr nicht vergessen, dass es sich um einen Benefizlauf handelt und diese neben der Organisation, Wasser, Apfelschorle und Obst im Ziel auch die Pasta-Party beinhaltete. Zudem wurden die Urkunden auf Wunsch gleich im Ziel kostenfrei ausgedruckt, natürlich sind sie aber auch online vefügbar, dort aber nur mit der Bruttozeit.

Sehr schön fand ich ein reduziertes Startgeld von 12 Euro für die Jugend.

Organisation:

Die Organisation war liebevoll und trotz des eher kleineren Formates der Veranstaltung sehr professionell.

LifeRun Berlin 2014

Von der Startnummernausgabe über die Pastaparty bis hin zu den Streckenposten und sonstigen Positionen vor Ort, waren überall nette und motivierte Helferinnen und Helfer eingesetzt, die offensichtlich alle ehrenamtlich tätig sind.

Feeling:

Schon die Internetseite der Veranstaltung wirbt mit…

Egal ob Frau oder Mann, HIV-positiv oder HIV-negativ, hetero- oder homosexuell und egal welcher Nationalität oder Religion – jeder ist willkommen !

Entsprechend bunt gemischt war die Crowd im Start-/ Zielbereich, die gemeinsam ein Zeichen der Solidarität setzte.

Bewusst frivol wurde im Ziel von Margot Schlönzke und der „Schirmfrau“ Nina Queer moderiert.

LifeRun Berlin 2014

Im Zieleinlauf machen die wenigen Leute ordentlich Stimmung, die externen Besucherinnen und Besucher der Tempelhofer Freiheit wirkten dagegen eher teilnahmslos und gingen ihren eigenen Freizeitvergnügen nach.

LifeRun Berlin 2014

Die Trommlerinnen der wasabi daiko waren ein toller Kontrast zu den sonst eher üblichen Samba-Gruppen.

LifeRun Berlin 2014

Bewertungen:
geht gar nicht
deutliches Optimierungspotenzial
verbesserungsfähig
okay
super
absolut TOP
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von

laufsterne.de

Seit 2007 nehmen wir regelmäßig als “ambitionierte Genussläufer” an Laufveranstaltungen teil. Die im Rahmen dieser Veranstaltungen gemachten, oft sehr unterschiedlichen Erfahrungen bei Organisation, Strecke und dem “Drumherum” brachten uns Anfang 2012 auf die Idee, unsere Eindrücke in einem Blog zu schildern.
Hierbei stehen aber nicht die eigenen sportlichen Erfolge im Fokus sondern eher die Veranstaltungen an sich.
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