2014, Großveranstaltungen, Laufveranstaltungen
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8. Airport Night Run Berlin 2014

Berlin – 12. April 2014 – http://www.berlin-laeuft.de
Kategorie: Großveranstaltungen

Bereits zum achten Mal wurde auf der südlichen Start- und Landebahn des neuen Flughafens Berlin Brandenburg (BER) eine Nacht-Laufveranstaltung ausgetragen. Als Distanzen wurden neben dem Halbmarathon, auf den sich dieser Betrag bezieht, auch 10 Kilometer angeboten.

Airport Night Run Berlin 2014
Fazit zu dieser Veranstaltung:

Eine durchaus empfehlenswerte, sehr gut organisierte Veranstaltung mit toller Stimmung auf der Strecke und im Start-/Zielbereich. Der Streckenverlauf war zwar etwas eintönig aber Garant für schnelle Zeiten.

Man sollte die Gelegenheit zur Teilnahme nutzen, solange es noch geht und der Flughafen noch nicht in Betrieb ist.


 

Der Veranstalter hatte darum gebeten, die Startunterlagen bereits am Vortag abzuholen und nur im Ausnahmefall am Abend der Veranstaltung vor Ort. Also machten wir uns am Freitag von der Berliner Mitte mit Bus und Bahn auf den Weg nach Adlershof. Die Abholung vor Ort lief zwar flott und ohne Probleme, für den Ausflug haben wir alles in allem jedoch knapp zwei Stunden gebraucht. Eine etwas zentraler gelegene Startnummernausgabe würde zumindest den Berlinerinnen und Berlinern entgegenkommen.

Am Tag des Laufes waren Shuttlebusse von der S-Bahn-Station „Flughafen-Berlin-Schönefeld“ zum Start-/Zielbereich eingesetzt, die den Ansturm der vielen Läuferinnen und Läufer recht gut bewältigten.

Nach ca. 15 Minuten Busfahrt und einem kurzen Spaziergang erreichte man den, im Freien auf einer betonierten Fläche aufgebauten, Start-/Zielbereich. Wir haben uns gefragt, ob es eine Schlechtwetter-Alternative gegeben hätte aber das Laufwetter war an diesem Abend ja wirklich top.

Airport Night Run Berlin 2014

Eine etwas längere Schlange bildete sich zeitweise vor der Startnummernausgabe – insofern hatte sich der Ausflug vom Vortag gelohnt – und auch vor den Dixies musste kurz gewartet werden. An der Kleiderbeutelstation lief hingegen alles fix und problemlos.

Neben dem Start/Zielbereich gab es viel Platz zum Warmlaufen und der Veranstalter bot zusätzlich eine Warm-Up-Animation an.

Airport Night Run Berlin 2014

Der Start erfolgte pünktlich um 19:00 Uhr in drei Blöcken, die gemeinsam gestartet wurden. Das Feld zog sich recht schnell auseinander und man konnte von Anbeginn sein eigenes Tempo angehen. Zur Unterstützung waren mehrere Pacemaker eingesetzt, die an ihren Flaggen sehr gut zu erkennen waren.

Unmittelbar nach dem Zieleinlauf bildete sich ein recht großes Gedränge, obwohl die Medaillenübergabe zügig erfolgte und auch in der Verpflegungszone war einiges los.

Airport Night Run Berlin 2014

Die Rückgabe der Kleiderbeutel und der Shuttleservice zurück zur S-Bahn klappten wieder zügig und reibungslos.

Laufstrecke:

Nach dem Start verlief die Strecke zunächst ein kurzes Stück entlang eines Taxiways und bog dann auf die Südbahn ab, die nahezu entlang ihrer gesamten Länge von 4 Kilometern gelaufen wurde. Am Ende der Südbahn führte sie wieder über einen Taxiway im Uhrzeigersinn zurück, bevor sie schließlich nach Norden abknickte. Über das Vorfeld ging es am Tower vorbei auf das Zusatzstück der ersten Runde der Halbmarathonstrecke und weiter in Richtung Start/Ziel. Die zweite Runde verlief analog, knickte jedoch bereits beim Tower Richtung Start/Ziel ab.

 

Erwartungsgemäß war die Strecke flach und bestand ausschließlich aus befestigtem Untergrund.

Airport Night Run Berlin 2014

Sonderlich abwechslungsreich war die Strecke insgesamt nicht, bot dafür aber die Chance auf sehr schnelle Zeiten, zumal der Wind am Laufabend, der seine Richtung – zumindest in der subjektiven Wahrnehmung – zwar mehrfach wechselte, nicht besonders stark war. Nicht wenige Läuferinnen und Läufer – so konnte man im Ziel und auch im Shuttlebus vernehmen – haben sich über persönliche Bestzeiten gefreut.

Auf jedem Streckenkilometer stand ein Kilometerschild, die Strecke war sehr gut gekennzeichnet und durch die vielen eingesetzten Streckenposten konnte sich eigentlich keiner verlaufen.

Startgebühr versus Leistung:

Je nach Zeitpunkt der Anmeldung wurde für den Halbmarathon die beachtliche Spanne von 18,– EUR bis 35,– EUR fällig.

Gemessen an den gebotenen Leistungen fanden wir die untere Grenze dieser Spanne im Vergleich zu anderen Veranstaltungen in Ordnung, die obere Grenze aber doch zu hoch, auch wenn mit dem Shuttleservice ein höherer Aufwand verbunden war und alle Läuferinnen und Läufer eine sehr schöne Erinnerungsmedaille erhielten.

Im Ziel gab es mit Wasser, Tee und Äpfeln ein vergleichsweise spärliches Angebot. Darüber hinaus wurde aber auch alkoholhaltiges Bier ausgeschenkt, an dem sich erstaunlicherweise nicht wenige Läuferinnen und Läufer unmittelbar nach ihrem Zieleinlauf bedienten.

Organisation:

Die Organisation der Veranstaltung fanden wir insgesamt super. Von der Abholung der Startunterlagen über den Shuttleservice, die Kleideraufbewahrung und die Streckenorganisation hat alles gut funktioniert. Über ein wenig mehr Platz im Zieleinlauf und ein paar Dixies mehr kann man vielleicht nachdenken.

Feeling:

Beim Start des Halbmarathons war es noch recht hell, zu dessen Ende aber schon richtig dunkel und spätestens nachdem die Flughafenbefeuerung eingeschaltet war, stellte sich ein tolles „Night-Run-Feeling“ ein.

Zuschauer waren nur im Start-/Zielbereich zugelassen, dennoch war die Stimmung auf der Strecke super und wurde von einigen sehr motivierten und lautstark anfeuernden Streckenposten zusätzlich unterstützt.

Ein besonderer Reiz dieser Veranstaltung liegt sicher in der „Location“, die nach Öffnung des Flughafens wohl nicht mehr für Läufe zur Verfügung stehen wird. Vielleicht ergibt sich dann ja die Möglichkeit einer Neuauflage auf dem Tempelhofer Feld aber der neue Flughafen wird wohl auch noch einige Zeit den Rahmen für weitere Laufveranstaltungen bieten können.

Bewertungen:
geht gar nicht
deutliches Optimierungspotenzial
verbesserungsfähig
okay
super
absolut TOP
Kategorie: 2014, Großveranstaltungen, Laufveranstaltungen

von

laufsterne.de

Seit 2007 nehmen wir regelmäßig als “ambitionierte Genussläufer” an Laufveranstaltungen teil. Die im Rahmen dieser Veranstaltungen gemachten, oft sehr unterschiedlichen Erfahrungen bei Organisation, Strecke und dem “Drumherum” brachten uns Anfang 2012 auf die Idee, unsere Eindrücke in einem Blog zu schildern.
Hierbei stehen aber nicht die eigenen sportlichen Erfolge im Fokus sondern eher die Veranstaltungen an sich.
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