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Luxembourg Night Marathon 2013

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Luxembourg – 8. Juni 2013 – ing-night-marathon.lu
Kategorie: Großveranstaltungen

Für den Luxembourg Night Marathon hatten wir uns schon vor einiger Zeit angemeldet. Nicht zuletzt die vergleichsweise späte Startzeit um 19:00 Uhr, die eine entspannte Anreise ermöglichte, fanden wir sehr attraktiv.

Wir Großen liefen den Halbmarathon, unser Jüngster absolvierte den 4,2 km Mini-Marathon und fungierte anschließend als „GoGo-Boy“ auf den letzten ca. 2,5 km des Halbmarathons.

Fazit zu dieser Veranstaltung:
Ein besonders von der Stimmung in der Stadt her sehr beeindruckender Event, der zudem überaus professionell organisiert war. Mit über 240 Anstiegsmetern auf der Halbmarathon-Distanz, den vielen Zuschauern und insbesondere dem großen Läuferfeld überwog eher der Spaß-, denn der Tempofaktor.

Veranstaltungsinformationen und Anmeldung:
Geworben wurde mit Anzeigen in den einschlägigen Laufzeitschriften und mittels Flyer, die bei anderen Läufen verteilt wurden. Über die professionell gestaltete Internetseite ing-night-marathon.lu und über soziale Netzwerke informierte der Veranstalter mehrsprachig und umfassend über die Veranstaltung. Angemeldete Läuferinnen und Läufer erhielten zudem zeitgerecht per Post das ebenfalls mehrsprachig gestaltetet „Runner’s Handbook“ mit allen wichtigen Informationen. Diese Broschüre stand auch zum Download bereit.

Die Anmeldung über das Internetportal des Zeitnehmers lief ohne Probleme. Auf der Internetseite wurde informiert, dass Anmeldebestätigungen nur per eMail verschickt werden, dennoch enthielt der Umschlag mit den Läuferhandbüchern auch eine schriftliche Teilnahmebestätigung. Bei einem unserer drei Teilnehmern ging diese Lieferung jedoch nicht ein, wurde aber nach Rückfrage unmittelbar nachgesendet.

Kosten:
Die Startgebühren für den Halbmarathon waren – wie oftmals üblich – in Bezug auf den Anmeldezeitpunkt zeitlich gestaffelt:

bis zum 30.09.2012: EUR 26,-
bis zum 30.11.2012: EUR 31,-
bis zum 31.01.2013: EUR 36,-
bis zum 19.05.2013: EUR 46,-

Für zusätzliche Dienstleistungen waren Aufschläge fällig:

SMS-Service: EUR 1,-
Finisher Funktions-T-Shirt: EUR 20,-
Medaillengravur: EUR 9,-
GoGo-Boy/-Girl: EUR 5,- (zu 100% für einen guten Zweck)

Für den Mini-Marathon wurden EUR 9,- berechnet.

In der Startgebühr waren Organisation, Strecken- und Zielverpflegung, eine Finisher-Medaille und der Bus-Shuttleservice enthalten. Zudem lagen dem Halbmarathon Starterbeutel Pasta-Gutscheine für die Party am Vortag bei.

Als Frühanmelder fanden wir die Preise fair, für Spätentschlossene zu teuer.

Parken:
In unmittelbarer Umgebung des Start-/Ziel-Bereiches an der LUXEXPO waren keine Parkplätze ausgewiesen, denn auf der dortigen Parkflache befand sich die Startaufstellung. Zum Parken waren drei kostenfreie Großparkplätze mit insgesamt 1640 Stellplätzen vorgesehen, die in kurzen Zeitabständen mit Shuttlebusen angefahren wurden. Dort konnte man leicht einen Parkplatz finden und kam nach der Veranstaltung problemlos wieder weg, obwohl die Plätze direkt an der Laufstrecke lagen.

Laufstrecke:
Die recht hügelige Halbmarathonstrecke führte – überwiegend über festen Untergrund – von der im Banken- und Finanzzentrum gelegenen LUXEXPO , vorbei an den Europäischen Institutionen, in die Innenstadt, durch den historischen Stadtkern und wieder zurück zur LUXEXPO. Aufgrund des großen Feldes brauchte man – besonders, wenn man von weiter hinten starten musste – mehrere Kilometer, bis man sein eigenes Tempo einigermaßen aufnehmen konnte. Entlang nahezu der gesamten Strecke befanden sich unzählige anfeuerende Zuschauer, die im Innenstadtbereich teilweise so weit in die Laufstrecke drängten, dass sich Staus bildeten. Für Traumzeiten erschien uns die Strecke daher nicht wirklich geeignet, die großartige Stimmung machte dies aber durchaus wieder wett.

Die Strecke des Mini-Marathons von 4,2 Kilometern führte über Asphalt von der LUXEXPO durch das Banken- und Finanzzentrum, vorbei an einigen Europäischen Institutionen und wieder zurück.

Start / Ziel:
Der Start des Halbmarathon erfolgte zusammen mit dem Marathon. Um 19:00 Uhr wurden die insgesamt knapp 12.000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke geschickt. Das Feld wurde in mehrere Blöcke unterteilt. Als Neulinge beim Luxembourg Night Marathon wurden wir in den letzten Block F eingruppiert und benötigten ca. 10 Minuten bis zur Startlinie. Auch danach bewegte sich das Feld sehr träge, weswegen wir zu Zick-Zack-Kursen gezwungen waren, um einigermaßen voran zu kommen. Erst ab Kilometer fünf verbesserte sich diese Situation ein wenig, ab Kilometer sieben hatte sich das Feld weitestgehend sortiert.

Der Zieleinlauf war in einer der Messehallen, die hierzu recht schön gestaltet war. Durch den zwischenzeitlich durchgezogenen Gewitterregen war der Boden in der Halle jedoch recht rutschig und es herrschte ein unerträglich schwüles Klima, das aber in den angrenzenden Hallen mit der Kleiderbeutelausgabe und der Verpflegung wieder deutlich besser war.

Start- (19:30 Uhr) und Zielort des Mini-Marathons entsprachen denen des (Halb-)Marathons.

Zeitmessung, Wertung:
Die Zeitmessung wurde von Mika-Timing mit Hilfe des ChampionChips durchgeführt.
Läuferinnen und Läufer ohne eigenen Chip mussten einen Einmal-Leihchip für EUR 9,- (davon EUR 2,- Pfand) erwerben.
Neben der Brutto-/Netto-Zeitmessung wurden Splitzeiten bei Kilometer 10 und 14,8 genommen. Das Zeitlimit für die Halbmarathondistanz betrug 3:00 Stunden.

Die Wertung erfolgte in den Klasseneinteilungen laut FLA-Wertung nach Geschlecht (M/W) und Jahrgangsklassen: Juniors, HK, 30, 35, 40, 45 etc.

Online-Ergebnisse waren sehr schnell nach der Veranstaltung verfügbar. Urkunden konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels noch keine herunter geladen werden, sollen aber zusammen mit einer CD im September verschickt werden.

Bei dem Mini-Marathon gab es leider keine Zeitmessung und daher auch keine Wertung.

Catering für Läuferinnen und Läufer:
Auf der Strecke befand sich ab Kilometer fünf alle 2,5 km ein Verpflegungsstand. Teilweise mit Sportgetränken und Obst.

Als Zielverpflegung wurde ein breites Spektrum an Snacks (Riegel, Kuchen, Obst etc.) und Getränken (Wasser, Energy-Drinks, alkoholfreies Bier etc.) angeboten. Wartezeiten sind kaum entstanden.

Am Vortag des Laufes wurde eine Pasta-Party veranstaltet (einschließlich Freigetränk in der Startgebühr enthalten), an der wir jedoch nicht teilgenommen haben.

Sanitäre Anlagen:
Im Bereich der LUXEXPO standen Umkleiden, Duschen und viele Toiletten zur Verfügung, vor denen sich die üblichen Schlangen bildeten. Ergänzend befanden sich mobile Toilettenkabinen im Start-/Zielbereich und an den Verpflegungsstationen auf der Strecke.

Rahmenprogramm und Organisation vor Ort:
Mit ca. 12.000 Läuferinnen und Läufern plus unzähligen Zuschauern war der Luxemburg Night Marathon ein riesiger Event. Als Rahmenprogramm gab es viele Infostände, eine Laufmesse und beachtlich viele Musikperformances auf der Strecke. Besonders gut gefallen hat und die großartige Stimmung in der Stadt. Man hatte das Gefühl, dass alle Bewohner auf den Straßen waren, um die Läuferinnen und Läufer anzufeuern. Die ganze Stadt war in die orangefarbenen Hüte und Gimmicks des Hauptsponsors gehüllt.

Die Startnummernausgabe-, Informations- und Verpflegungsstände waren mit freundlichen und motivierten Helferinnen und Helfern besetzt. Wartezeiten sind uns lediglich beim Abholen der Kleiderbeutel nach dem Lauf aufgefallen.

Die Startunterlagen konnten gemäß Ausschreibung am Vortag und am Veranstaltungstag bis drei Stunden vor dem Start abgeholt werden. Wir hätten uns gewünscht, die Unterlagen auch noch etwas später abholen zu können.

Auf der Strecke waren an den wichtigen Stellen Streckenposten platziert und Kilometerschilder aufgestellt. Es war ein Shuttlebus-Service eingerichtet, der absolut reibungslos funktionierte.

Ein besonderer Service war die Möglichkeit, so genannte GoGo-Boys und -Girls zu benennen, die die Läuferinnen und Läufer auf den letzten 2,5 km begleiten konnten. Hierzu wurden die GoGo’s mit einem T-Shirt ausgestattet und warteten in einer speziellen Zone auf ihre Läuferin bzw. ihren Läufer. Für diesen Service, der auf 500 GoGo’s begrenzt war, wurde ein Beitrag von EUR 5,- erhoben, der gänzlich an die „Fondatioun Kriibskrank Kanner“ gespendet wurde. Zu der GoGo-Wartezone konnte man bequem mit dem Shuttlebus fahren. Eventuell benötigte GoGo-Begleitpersonen (z.B. bei GoGo-Kindern) kamen von der Wartezone mit dem Shuttlebus auch wieder problemlos zurück zur LUXEXPO.

Ein Fotoservice wurde von alphafoto.com angeboten. Anhand der Startnummern waren aber nur vergleichsweise wenig Vorschaubilder zu finden und diese hätten z.T. auch besser einer Qualitätskontrolle zum Opfer fallen sollen.

Kategorie: 2013, Großveranstaltungen, Laufveranstaltungen

von

laufsterne.de

Seit 2007 nehmen wir regelmäßig als “ambitionierte Genussläufer” an Laufveranstaltungen teil. Die im Rahmen dieser Veranstaltungen gemachten, oft sehr unterschiedlichen Erfahrungen bei Organisation, Strecke und dem “Drumherum” brachten uns Anfang 2012 auf die Idee, unsere Eindrücke in einem Blog zu schildern. Hierbei stehen aber nicht die eigenen sportlichen Erfolge im Fokus sondern eher die Veranstaltungen an sich.  mehr...

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