2013, Kleinere Laufveranstaltungen, Laufveranstaltungen
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39. Ruppichterother Osterlauf 2013

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Ruppichteroth – 30. März 2013 – tv1888.de
Kategorie: Kleinere Laufveranstaltungen

Der Osterlauf in Ruppichteroth ist wohl eine der ältesten Laufveranstaltungen in der Region. Wir haben erstmalig an diesem Lauf teilgenommen und sind die10,5 km bzw. 5 km Volkslaufstrecken gelaufen.

Fazit zu dieser Veranstaltung:
Eine traditionsreiche Veranstaltung mit einer ansprechenden und fordernden Laufstrecke. Das etwas antiquierte Konzept und organisatorische „Eigenheiten“ führten aber in Teilaspekten zu deutlicher Abwertung. Wer darüber hinwegsehen kann, dem sei dieser Lauf vor allem wegen der Strecke und den niedrigen Kosten empfohlen.

Veranstaltungsinformationen:
Der Ruppichterother Osterlauf wird überwiegend regional beworben. Neben einem einfach gestalteten Flyer informierte der Veranstalter durch die lokale Presse. Über die Internetseite tv1888.de wurde der Flyer zum Download angeboten. Obwohl im Flyer erwähnt, standen dort – zumindest im Vorfeld der Veranstaltung – keine weiteren Informationen, z.B. über die Streckenführung zur Verfügung. Wie wir von Leuten aus unserem Verein hörten, wurden neben der ausgeschriebenen 11,5 km Walkingstrecke in dieser Disziplin auch weitere Distanzen angeboten.


Anmeldung:
Es bestand keine Möglichkeit zur Voranmeldung, weder online noch schriftlich. Die Anmeldung vor Ort wurde durch das Organisationsteam jedoch zügig abgewickelt, sodass keine spürbaren Wartezeiten entstanden.

Kosten:
Die Startgebühren lagen bei dieser Veranstaltung insgesamt auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Kinder durften bei den Schülerläufen sogar kostenlos starten. Die andern Startgelder waren in die Kategorien „Jugendliche Läufer“ (2,– €), „Erwachsene Läufer“ (6,– €) sowie „Walker“ (4,– €) unterteilt. Wer eine Urkunde wollte, musste allerdings zusätzlich bezahlen (s.u.).

Parken:
Im unmittelbaren Bereich der Bröhltalhalle waren die Parkplätze bei unserer Ankunft bereits belegt. An den Straßenrändern des angrenzenden Neubaugebietes konnte jedoch problemlos geparkt werden.

Laufstrecke:

Die als 10,5 km ausgeschriebene Strecke (nach unserer Messung hatte sie nur eine Länge von 10 km) führte in einem recht anspruchsvollen und landschaftlich sehr reizvollen hügeligen Kurs durch das Bergische Land. Hierbei mussten zwei längere Anstiegspassagen und auch längere Abschnitte bergab bewältigt werden. Der Untergrund bestand etwa je zur Hälfte aus befestigten Waldwegen und Asphalt. Die L312 wurde zweimal überquert, diese Stelle war aber verkehrsberuhigt und wurde zusätzlich von einem Polizisten abgesichert. Darüber hinaus führte die Strecke in zwei Bereichen entlang der K55, wo auch Fahrzeuge unterwegs waren.

Der 5 km-Lauf begann und endete auf gleichem Kurs, der mittlere Bereich verlief in anderer Richtung. Diese Strecke beinhaltete je einen längeren An- und Abstieg.

Start / Ziel:
Gestartet wurde im Massenstart auf der Laufbahn des Sportplatzes. Bei beiden Läufen rief der eingeteilte Starter leise „Aufstellung“ und sagte dann genauso leise „Los“. Dies führte bei beiden Läufen aber insbesondere beim 10,5 km-Lauf dazu, dass die Läuferinnen und Läufer mehr oder weniger vom Start überrascht wurden und sich teilweise auch noch gar nicht aufgestellt hatten, da sie wohl davon ausgingen, dass der Moderator über die Lautsprecheranlage zunächst die Siegerehrung der Schüler zu Ende führen und dann zum Start aufrufen würde. Das Rational dieses Verfahrens erschloss sich uns nicht wirklich. Hier sei dem Veranstalter als „Dienstleister“ empfohlen, sich auf die Läuferinnen und Läufer einzustellen und deutlich hörbar zum Start aufzurufen bzw. zu starten.

Der Zieleinlauf hat uns indes gut gefallen. Dieser fand auf der Geraden der Laufbahn statt. Der Auslauf war sehr weiträumig, weswegen die Läuferinnen und Läufer problemlos auslaufen konnten.

Zeitmessung:
Die Zeitmessung erfolgte ohne Transponder mittels PC. Aufgrund des übersichtlichen Läuferfeldes störte die fehlende Netto-Zeitmessung kaum, wenngleich die zu spät gestarteten Läuferinnen und Läufer diese sicher geschätzt hätten. Soweit wir mitbekommen haben, traten bei der Zeitnahme keine Probleme auf.

Wertung, Urkunden, Siegerehrung:
Die Wertungen der Volksläufe über 5 km, bzw. 10,5 km erfolgten in der Ergebnisliste in den Klassen 20, 30, 35, 40, 45, 50, 55, 60, 65, 70, 75 und 80+. Jugendliche in diesen Läufen wurden in der Klasse U18 bzw. der Hauptklasse gewertet.

Die Gesamtsiegerinnen und Gesamtsieger der jeweiligen Läufe wurden mit einem Pokal ausgezeichnet. Urkunden erhielten nur die Läuferinnen und Läufer, die diese mit der Anmeldung kostenpflichtig (1,– € Jugendliche bzw. 2,– € Erwachsene) vorbestellt hatten. Eine Ergebnisliste konnte für zusätzliche 3,– € zur Nachsendung bestellt werden, war aber auch einen Tag nach der Veranstaltung auf der Internetseite einsehbar. Online-Urkunden wurden nicht angeboten.

Die Siegerehrung für die Gesamtsiegerinnen und Gesamtsieger der Volksläufe erfolge recht schnell nach den jeweiligen Läufen und wurde erfreulicherweise rasch durchgezogen. Die Schüler- und Jugend-Siegerehrungen wurden zwischen den Starts der Volksläufe durchgeführt.

Catering für Läuferinnen und Läufer:
Auf den 5 km und 10,5 km Strecken waren keine Getränkestände aufgebaut. Bei Temperaturen knapp über Null war das für diese beiden Distanzen okay, bei wärmerer Osterwitterung wäre jedoch ein Wasserstand – zumindest für die 10,5 km-Strecke – angezeigt. Im Zielbereich wurde warmer, stark gesüßter Tee gereicht.

Sanitäre Anlagen:
Toiletten, Duschen und Umkleideräume waren in der Bröhltalhalle vorhanden.

Rahmenprogramm und Organisation vor Ort:
Unsere Wahrnehmung über die Organisation der Veranstaltung war eher geteilt. Anmeldung/ Startnummernausgabe, Siegerehrung sowie der Rahmen mit Kaffee, Kuchen und Würstchen haben uns recht gut gefallen. Der Startablauf bildete – wie bereits erwähnt – das negative Extremum.

Obwohl viele engagierte Streckenposten auf der Strecke eingesetzt waren, fehlten diese an einigen entscheidenden Stellen, z.B. im Bereich der Fischteiche. Da halfen auch die in der Halle ausgelegten Streckenkarten und die mitunter schwer erkennbaren grünen Pfeile nicht immer weiter. Einzelne Streckenposten informierten – vielleicht um zu motivieren – falsch über die noch zu laufende Distanz, auch das war wenig hilfreich. Eindeutig erkennbare Hinweise über die absolvierte Distanz hätten hier mehr gebracht, fehlen aber völlig. Am Straßenrand ist uns zwar mal ein aufgespraytes 6 km Zeichen aufgefallen, dass dieses erkannt wurde, war aber eher Zufall.

Ein Fotoservice war vor Ort, der Fotos für 4,– € anbot.

Kategorie: 2013, Kleinere Laufveranstaltungen, Laufveranstaltungen

von

laufsterne.de

Seit 2007 nehmen wir regelmäßig als “ambitionierte Genussläufer” an Laufveranstaltungen teil. Die im Rahmen dieser Veranstaltungen gemachten, oft sehr unterschiedlichen Erfahrungen bei Organisation, Strecke und dem “Drumherum” brachten uns Anfang 2012 auf die Idee, unsere Eindrücke in einem Blog zu schildern.
Hierbei stehen aber nicht die eigenen sportlichen Erfolge im Fokus sondern eher die Veranstaltungen an sich.
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