2012, Laufveranstaltungen, Trends
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Sightrunning Madrid 2012

Madrid (Spanien) – 29. September 2012 – madridsightrunning.com
Kategorie: Trends

In einen Kurztrip nach Madrid wollten wir gerne einen attraktiven Lauf einbauen. Irgendwie sind wir bei den Reisevorbereitungen auf die Internetseite madridsightrunning.com gestoßen und waren von der Idee, sich ein Reiseziel „laufend“ mit einem mitlaufenden Reiseführer zu erschließen, sofort begeistert.

Fazit:
Das Vorhaben „Madrid Sightrunning“ war ein besonderes und bleibendes Lauferlebnis, das von Vorbereitung und Organisation rundum hervorragend geklappt hat. Allen Läuferinnen und Läufern, die sich mal nach Madrid verirren, kann man diese Form des Sightseeings wärmstens empfehlen. Im breiten Angebot dürfte sich hierbei für jeden Lauf-/ Interessentyp etwas finden lassen.


Veranstaltungsinformationen:
„Madrid Sightrunning“ ist ein Angebot des mit einer Spanierin verheirateten Niederländers Robert Nieuwland. Robert lebt seit sieben Jahren in Madrid, ist Profiläufer und erfolgreich in der Trail-Running Szene aktiv. Neben Sightrunning bietet er in der Region Madrid auch geführte Trailrunnig- und Mountainbiketouren an.

Auf der gut gemachten Internetseite madridsightrunning.com findet man alle Angebote und Kontaktinformationen.

Anmeldung:
Gebucht wird über das entsprechende Formular der Internetseite oder ganz einfach per Mail. Eine kostenfreie Stornierung ist bis zwei Tage vor der Reservierung möglich, erst danach werden 50% des Preises als Stornogebühr fällig.

Kosten:
Je nach gewähltem Angebot und Streckenlänge variieren die Kosten zwischen 15,– € und 45,– € pro Läufer. Für Vorauszahlung und größere Gruppen gibt es Rabatt. Das mag auf den ersten Blick recht viel erscheinen, darin enthalten sind jedoch stets Finisher-Funktionsshirts und ein Kleiderbeutel, ein nettes Souvenir. Unsere Zweimanngruppe hat Robert zudem kostenfrei vom Hotel zum Laufgebiet und wieder zurück transportiert.

Da die Preise auch für Einzelläufer und kleine Gruppen gelten, was für den Veranstalter einen recht hohen Aufwand darstellt, finden wir die Preisgestaltung insgesamt noch ziemlich fair.

Laufstrecke:
Wir waren erstmalig in Madrid und wollten daher ursprünglich die Tour „Madrid’s Historic Centre“ laufen, um die wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Altstadt einzubeziehen.
Robert hat uns im Vorfeld die aus seiner Sicht läuferisch schönere „Casa de Campo“ Tour empfohlen. Von unserer Vierergruppe wollten zwei Mitreisende keinesfalls laufen und somit war klar, dass wir am Nachmittag ohnehin noch gemeinsam die Madrider Altstadt erkunden würden. Also folgten wir der Empfehlung von Robert, Madrid mal etwas atypisch zu erleben und wählten die „Casa de Campo“ Tour in „large“ (ca. 16 km):

Die „Casa de Campo“ Touren führen durch den gleichnamigen, größten öffentlich zugänglichen Park von Madrid, der sich westlich der Innenstadt befindet und eine Fläche von gut 1700 ha umfasst. Früher war das Gelände ein Jagdrevier des Spanischen Königshauses, heute findet man dort neben viel grüner Natur einen Freizeitpark und den Zoo von Madrid.

Unsere Tour sollte eigentlich am See beginnen, dort waren die Parkplätze aber wegen einer Laufveranstaltung belegt, weswegen wir etwas weiter im Westen in der Nähe des Vergnügungsparks starteten.

Wir liefen in einem selbst bestimmten, recht ordentlichen Tempo im Uhrzeigersinn zunächst entlang des Freizeitparks zum Zoo. Dort begann der erste Anstieg, bei dem wir durch den Zaun sehr gut einige Zootiere beobachten konnten. Dann ging es weiter nach Westen Richtung „Húmera“, dem wohl nobelsten Wohngebiet Madrids, das unmittelbar an den Park grenzt. Über sehr schöne urbane Trails führte uns der Weg weiter zur nördlichen Parkbegrenzung und schließlich nach Osten.

Unterwegs erläuterte Robert unermüdlich und sehr informativ die vielen Sehenswürdigkeiten und gab uns ganz nebenbei noch ein paar Profi-Lauftipps. Wir erklommen über einen recht anspruchsvollen Hügel den südöstlichsten Punkt unserer Strecke und erlebten von dort einen großartigen Ausblick auf die Altstadt von Madrid.

Zurück zum Parkplatz ging es dann entlang der Seilbahnstrecke, die „Casa de Campo“ und „Parque del Oeste“ verbindet. Nach gut einer Stunde und vierzig Minuten und etwas über 17 km kamen wir sehr zufrieden und nicht übermäßig kaputt wieder am Parkplatz an.

Organisation vor Ort:
Robert holte uns – wie vereinbart – pünktlich vor dem Hotel ab, brachte uns mit seinem Van zum Start und nach dem Laufen wieder zurück zum Hotel.

Laufstrecke und -geschwindigkeit passte er sehr individuell an die Wünsche seiner Laufgruppe an, wobei er es geschickt verstand, die Gruppe zwischendurch auch mal zu fordern, ohne sie gleich zu überfordern.

Während der Tour fotografierte und filmte Robert mit seiner Action-Cam, eine schöne Erinnerung und wir konnten uns ganz auf das Laufen und die „Sights“ konzentrieren.

Da die bestellte Funktonshirtgröße leider gerade nicht verfügbar war, brachte er als Alternative zur Auswahl jeweils Shirts der nächst größeren und kleineren Größe mit.

Kategorie: 2012, Laufveranstaltungen, Trends

von

laufsterne.de

Seit 2007 nehmen wir regelmäßig als “ambitionierte Genussläufer” an Laufveranstaltungen teil. Die im Rahmen dieser Veranstaltungen gemachten, oft sehr unterschiedlichen Erfahrungen bei Organisation, Strecke und dem “Drumherum” brachten uns Anfang 2012 auf die Idee, unsere Eindrücke in einem Blog zu schildern.
Hierbei stehen aber nicht die eigenen sportlichen Erfolge im Fokus sondern eher die Veranstaltungen an sich.
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2 Kommentare

  1. Jens,
    ein wirklich gut geschriebener und illusterer Artikel, der einen guten Einblick in den Lauf gibt. Hätte ich ihn nicht schon gemacht, würde ich nun bestimmt ganz schön neugierig werden und mein nächstes Lauf-Event in Madrid planen.

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