2012, Großveranstaltungen, Laufveranstaltungen
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Ecco Indoor Trail Dortmund 2012

Dortmund Westfalenhallen – 4. Februar 2012 – indoortrail.de
Kategorie: Großveranstaltungen

Als wir mehr beiläufig von diesem ungewöhnlichen Laufevent erfahren haben, waren wir von der Idee sofort begeistert und haben uns spontan angemeldet, ohne so richtig zu wissen, was uns bei dieser Weltpremiere erwarten wird. Sicherheitshalber haben wir daher nicht die 10 Runden á 1,2 km sonder lieber nur die „5-Runden-Variante“ gewählt. Unser Jüngster hat am „Kids-Run“ teilgenommen.

Fazit zu dieser Veranstaltung:
Die Premiere des „Ecco Indoor Trail“ war eine gut organisierte und läuferisch ansprechende Veranstaltung mit einem hohem Spaßfaktor und nur wenig Anlaufschwierigkeiten. Klare Empfehlung mit fünf „LaufSternen“!

Der Veranstalter hatte in den Dortmunder Westfalenhallen einen Trailparcours aufgebaut, der alle Aspekte einer Traillaufstrecke beinhaltete. Highlights der Strecke waren z.B. das Schneefeld, der Sumpf und das Wäldchen.

Veranstaltungsinformationen:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden im Vorfeld über die ansprechend gestaltete Internetseite indoortrail.de umfangreich informiert. Darüber hinaus gab es einen Newsletter-Service. Noch offene Fragen wurden individuell und schnell per Mail beantwortet.

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgte online, erforderte jedoch die vorherige Registrierung beim Veranstalter PlanB und zwar für jeden Teilnehmer separat. Die Online-Anmeldung zum „Kids-Run“ war – obwohl angekündigt – nicht möglich und musste gesondert per Fax erfolgen.

Kosten:
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am „5-Runden-Trail“ wurden 20 € Startgebühr erhoben. Dafür gab es aber ein schönes Funktionsshirt, ein Startnummernband und ein paar weitere nette Souvenirs. Die Bezahlung erfolgte per Bankeinzug.

Die Teilnahme für die Kinder am „Kids-Run“ war kostenlos!

Parken:
In unmittelbarer Umgebung des Eingangs der Westfalenhallen standen zahlreiche Parkplätze kostenfrei zur Verfügung.

Laufstrecke:
Die Laufstrecke war, wie man ja auch im Video sehen kann, sehr ansprechend und herausfordernd gestaltet. Sie war überaus abwechslungsreich und machte insgesamt enorm viel Spaß. Neben den Highlights, wie den Schnee- und Geröllfeldern, Baumstämmen, Steilkurven, der Schlammgrube und dem Wald waren auch die Treppen und Katakomben der Westfalenhallen integriert. Besonders die Treppen waren nicht zu unterschätzen.

An einigen Stelle, z.B. den Tribünen, war es zu eng, um langsamerer Läuferinnen und Läufer überholen zu können, weswegen es sich dort manchmal staute. Die Passage nach dem Schneefeld (Eingang zurück in die Halle) war nach einiger Zeit sehr nass und rutschig.

Gut gefallen hat uns die Möglichkeit, in jeder Runde entweder den kurzen Weg über die Steilwand mit anschließendem Sprung über das Geländer oder alternativ den etwas weiteren aber mit geringerem Verletzungsrisiko versehenen Weg über das Treppenhaus zu wählen.

Eine Markierung der Strecke erübrigte sich weitestgehend, da man sich eigentlich nicht verlaufen konnte. An unübersichtlichen Stellen war die Strecke vorbildlich mit Trassenband eingefasst.

Einige Läuferinnen und Läufer haben sich wohl bei den Runden verzählt und sind zu früh oder zu spät ins Ziel abgebogen. Um das zu vermeiden, hatte der Veranstalter allerdings Gummiringe am Start bereitgestellt, die man sich an den Arm machen und nach jeder Runde einen in einen Karton werfen konnte, eine wirklich gute Idee.

Start / Ziel:
Der Start des „5-Runden-Trails“ erfolgte jeweils in Vierergruppen, von denen alle 30 Sekunden eine auf die Strecke geschickt wurde. Die Startzeiten wurden vorher im Aushang bekannt gemacht Das hat – obwohl wir anfangs eher skeptisch bei den ersten Starts zugesehen haben – super funktioniert.

Beim „Kids-Run“ wurde im „Massenstart“ gestartet. Das war bei unserem Jüngsten kein Problem, weil dort nicht so viele Teilnehmer am Start waren. Bei den älteren Schülerinnen und Schülern folgte auf den „Massenstart“ an den engen Stellen ein „Massenknoten“, was dazu führte, dass aus dem „Kids-Run“ für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein „Kids-Walk“ wurde. Hier sollte der Veranstalter im nächsten Jahr unbedingt nachsteuern.

Der Zieleinlauf war weitläufig und hatte einen angemessenen Auslauf.

Zeitmessung:
Die Zeitmessung erfolgte von Data Sport mittels eines an der Startnummer angebrachten Transponders. Da sich recht viele Läuferinnen und Läufer gleichzeitig auf dem Parcours befanden, musste man an einigen Stellen häufiger mal warten, wodurch die Zeiten für die späteren Starter sicherlich etwas zu relativieren sein dürften. Aber bei dieser Veranstaltung steht für die meisten wohl auch eher das Lauferlebnis und weniger die erreichte Zielzeit im Fokus.

Schade war es auch, dass bei dem „Kids-Run“ keine Zeitmessung erfolgte. Aus unserer Sicht werden Kinder eher motiviert, wenn sie sich hinterher auf einer Ergebnisliste wiederfinden. Andererseits wären die Zeiten durch den „Massenstart“ auch eher relativ zu sehen gewesen.

Einen Aushang von Ergebnislisten während der Veranstaltung haben wir nicht wahrgenommen, bei dieser Veranstaltung aber auch nicht vermisst.

Wertung, Urkunden, Siegerehrung:
Die Wertung beim „5-Runden-Trail“ erfolgte in den Kategorien MEN bzw. WOMEN, MASTER MEN bzw. WOMEN (über 40 Jahre), SENIOR MASTER MEN bzw. WOMEN (über 50 Jahre). Das ist bei Trail-Wettbewerben so üblich, eine DLO-Alterklassenwertung hätte uns aber besser gefallen.

Die Urkunden und Ergebnislisten waren unmittelbar nach der Veranstaltung online und herunterladbar. Auf der Ergebnisliste sind auch die Rundenzeiten aufgeführt.

Da es beim „Kids-Run“ keine Zeitmessung gab, war für die Kinder auch keine Urkunde verfügbar. Das fand unser Jüngster schade. Aber immerhin gab es ja eine schöne Finisher-Medaille.

Catering für Läuferinnen und Läufer:
Am Ziel gab es reichlich Angebote mit einer großen Auswahl an Sportgetränken und Snacks. Der Andrang wurde vom Team professionell bewältigt, weswegen keine allzu großen Wartezeiten entstanden.

Sanitäre Anlagen:
Hier standen die umfangreichen Einrichtungen der Westfalenhallen zur Verfügung, weswegen das sonst übliche Gedränge weitgehend ausblieb.

Rahmenprogramm und Organisation vor Ort:
In die Veranstaltung eingebunden war eine interessante Läufermesse, die viele namhafte Firmen nutzten, um ihre Produkte vorzustellen.

Es gab einen exzellenten Kaffeestand, der allerdings auch gut besucht war. Dementsprechende Wartezeiten mussten eingeplant werden.
Die Westfalenhallen öffneten am Samstag irgendwann einen Imbissstand, dessen Qualität und Mitarbeiterinnenmotivation jedoch eher suboptimal waren, das war alles an Speisenangeboten vor Ort. Hier wäre im nächsten Jahr ein wenig mehr Vielfalt angezeigt.

Startnummernausgabe und Gepäckservice waren top. Der Fotoservice von Sportograf war professionell und preislich mit der Flatrate vergleichsweise fair.

Ganz schlecht fanden wir, dass die Tribüne – zumindest am Samstag – für Zuschauerinnen und Zuschauer gesperrt war, wie uns einige „Offizielle“ auf Nachfrage bestätigten. Man war daher auf die wenigen aufgestellten Klappliegestühle angewiesen. In einem Liegestuhlbereich zog es zudem dermaßen, dass man sich dort nicht länger aufhalten konnte. Es sollte doch eigentlich kein Problem sein, die Ränge teilweise für Besucherinnen und Besucher zu öffnen, auch wenn sich in einigen Bereichen die Läuferinnen und Läufer bewegen. Irgendwann am Nachmittag hatten sich dann doch einige Personen oben auf den Rängen niedergelassen. Es war aber nicht erkennbar ob „legal“ oder „illegal“.

Kategorie: 2012, Großveranstaltungen, Laufveranstaltungen

von

laufsterne.de

Seit 2007 nehmen wir regelmäßig als “ambitionierte Genussläufer” an Laufveranstaltungen teil. Die im Rahmen dieser Veranstaltungen gemachten, oft sehr unterschiedlichen Erfahrungen bei Organisation, Strecke und dem “Drumherum” brachten uns Anfang 2012 auf die Idee, unsere Eindrücke in einem Blog zu schildern. Hierbei stehen aber nicht die eigenen sportlichen Erfolge im Fokus sondern eher die Veranstaltungen an sich.  mehr...

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